O Canada…

kanada ist groß. sehr groß! genau genommen knapp 28 mal so groß wie deutschland. doch während wir uns hierzulande im schnitt mit 225 anderen auf einem quadratkilometer drängeln (weltweit liegt der durchschnitt bei 45), breiten sich zwischen neufundland und vancouver island auf der gleichen fläche gerade mal 3 kanadier aus. in worten: drei! was liegt also näher, als mit dem menschen auf der welt, mit dem man am allerbesten zu zweit sein kann, die wirklich wichtigen urlaube des lebens weiterhin dort zu verbringen, wo man möglichst wenig anderen menschen begegnet? richtig, nichts! von finnland nach kanada, sozusagen…

bevor jetzt jemand meckert: ja, die vancouver metro area ist die drittgrößte kanadas mit über 2 mio. einwohnern. aber darum geht’s gar nicht. vancouver ist grandios (punkt!). british columbia und alberta sind das paradies (doppelpunkt!). die rockies sind eine einzige hommage an bob ross (ausrufezeichen!). und kanada ist definitiv die heimat mir noch unbekannter blutsverwandter aus einem frühen zweig meines familienstammbaums, den ich nur noch finden muss, damit die einwanderungsbehörde unserem antrag auf einbürgerung endlich stattgeben kann. und dann flaniere ich nur noch in flanell, züchte langsam aber sicher maple-syrup-körperchen in meiner blutbahn, lerne richtig eislaufen und spreche englisch mit kanadischem akzent (dem flanell für die ohren). das sind billige klischees? absolut! aber nur so kann ich in worte fassen, wie gern ich kanadier wäre. drei wochen und 3.300 km on the road von vancouver via savona, mt. robson, jasper, banff, revelstoke, vernon, das okanagan valley über vancouver island zurück ins „herz von b.c.“  haben dafür ausgereicht.

to the moon and back ist zwar ne ecke weiter. aber mr. & mrs. haben ja noch ein paar jahrzehnte!

 

achtung: es folgen 62 bilder. viele davon zeigen berge, wälder, wasser – meist zusammen. wer dem nichts abgewinnen kann, ist kein kanadier.