james vincent mcmorrow

hinge die qualität eines live-konzerts allein davon ab, an welchem wochentag dieses stattfindet, dann wäre es an montagabenden sicherlich ziemlich still in den klubs dieser welt. wie gut aber, dass selbst das trübste siebtel der woche musikalische sternstunden kennt. so geschehen gestern abend im knust hamburg (wo sonst) beim konzert von james vincent mcmorrow mit band. nach fünfmonatiger einsiedelei in einer hütte an der irischen see ist der songwriter aus dublin vor einigen wochen mit seinem debüt-album „early in the morning“ in die welt zurückgekehrt und wird derzeit zu recht dafür gefeiert. geradliniger und in sich ruhender folk, der zum glück so gar nichts zu tun haben will mit fiddle, steptanz und anderen leidigen auswüchsen kommerzieller irischer folklore. und der als zugabe mal eben noch zeigt, dass das großartige „wicked game“ von chris isaak doch auf eine art gecovert werden kann, bei der selbst helena christensen noch ein kalter schauer den rücken runter laufen sollte.

james vincent mcmorrow: „follow you down to the red oak tree“ / live @ knust hamburg / 2011-11-21:

james vincent mcmorrow: „wicked game“ / live @ pabst theater pub, milwaukee / 2011-09-16: