objektiv betrachtet…

…ist weihnachten gar nicht so schlecht. zwar gehen dem heiligen abend jahr für jahr mehrere eilige abende voraus – aber sind wir doch mal ehrlich: ein fest der besinnlichkeit ohne all den terz ist doch auch nix! ohne george michael, der aus jedem erdenklichen gerät zur musikwiedergabe über sein letztes weihnachten troubadourt. ohne windschiefe krüppelkiefern, deren getrocknetes nadelstreu noch zu ostern zwischen den zehen piekst, wenn man barfuß durch die wohnung läuft. ohne weihnachtsmärkte, auf denen warme finger einfach mal wichtiger sind, als die sorge um das eigene alkoholproblem. und überhaupt ohne diese mär von einem unrasierten, adipösen ruheständler im gefärbten pelz, der unter missachtung jeglicher tierschutz- und antidiskriminierungsgesetze jedes jahr aufs neue rentiere, elfen und zwerge schuften lässt, damit millionen kinderaugen leuchten. aber wer will schon so miesepetrig sein, sich daran zu stören? denn neben millionen kinderaugen leuchten an diesem abend auch die augen jener, die bereits größere ähnlichkeit mit dem unrasierten, adipösen ruheständler haben, als mit diesem kleinen jungen auf dem foto von der eigenen einschulung.

in diesem sinne: danke, lieber weihnachtsmann, für ein schönes neues objektiv.