tagtraum (2004)

der erste sonnenstrahl, der sich bricht,
kündet goldgelb vom tageslicht.
zwitschern, weit entfernt und doch zu hören,
durchdringt raum, vergisst zeit, umspielt meine ohren.

denk ich dran, mit wem ich des morgens nacht verbracht,
wem ich süße worte gesagt, wer mich angelacht,
wer mich und wen ich mit liebe bedacht,
– was für eine nacht!

nun blinzelt der tag und nun blinzel auch ich.
die nacht ist vorbei, ja, was wunder ich mich?
nächte gehen halt, doch träume nicht,
drum schlummer ich weiter, im tageslicht.